
Bericht Kulturmorgen
Im September waren die Schülerinnen an vier Vormittagen kulturell tätig. Im Rahmen eines Kulturprojektes, finanziell vom Kanton und von der Mercatorstiftung unterstützt, konnte die Maitlisek sechs Künstler und Künstlerinnen engagieren, die während diesen vier Vormittagen mit den Schülerinnen in verschiedenen Bereichen kreativ tätig waren. Jede Schülerin wählte ein Atelier aus und wirkte an allen vier Vormittagen im gleichen Atelier mit.
Im Folgenden finden Sie drei Schülerinnenberichte von drei verschiedenen Workshops.
Tanz
Am Anfang jedes Workshops wärmten wir uns auf. Am Montag setzten wir uns mit der Tanzrichtung Moderner Tanz auseinander. Wir übten zuerst ein paar Grundschritte und studierten danach eine Choreografie ein. Am Schluss durften wir noch eine eigene Choreografie einstudieren. Am Mittwoch hatten wir die Tanzrichtung Jazz. Auch dort lernten wir ein paar Grundschritte und studierten danach eine Choreografie ein. Auch hier durften wir selbst eine Choreografie einstudieren. Ich bemerkte, wie komplex dies ist, obwohl es zuerst sehr einfach aussah.
In der darauffolgenden Woche am Mittwoch hatten wir die Tanzrichtung Jazz-Funk. Wir lernten eine Choreografie kennen und übten noch ein paar Grundschritte zum Hip-Hop. Wir mussten zu zweit einen eigenen Tanz zu den Hip-Hop Schritten machen. Am Donnerstag wiederholten wir jede Choreografie nochmals und machten dann eine eigene Choreografie mit Tisch und Stühlen.
Während diesen vier Vormittagen lernten wir einige neue Grundschritte und Bewegungen kennen.
Linda Alder, Team 3
Modedesign/ Moodboards
Während der Kreativtage durften wir im Workshop Modedesign und Moodboards in die Welt der Mode eintauchen. Am ersten Tag hatten wir die Chance, durch viele verschiedene Magazine zu blättern und alles zu sammeln, was uns inspirierte, von Laufstegmode bis Sportbekleidung. Unsere Ideen, Bilder und Beschreibungen hielten wir auf grossen Pinnwänden fest und konnten uns dabei jederzeit Tipps holen oder Fragen stellen. Danach suchte sich jeder ein Thema aus und vertiefte sich darin, zum Beispiel Vintage, Blumen oder Streetstyle. Passend dazu konnten wir unser eigenes Moodboard mit Stoffen, Papier, Farben und ausgeschnittenen Bildern gestalten. Danach tauchten wir in die Welt des Secondhand und Recyclings ein und durften in einem Secondhandladen Kleidungsstücke aussuchen und fotografieren, die zu unserem Thema passten. Bei der Rückmeldung am Schluss stellte sich heraus, dass das Highlight für fast alle die kreative Foto-Challenge war. In Gruppen hatten wir den Auftrag, ein zufällig ausgewähltes Bild mit unseren Kleidungsstücken und Stoffen, Papier, Farben und ausgeschnittenen Bildern zu gestalten. Zum Schluss konnten wir sogar eigene Modestücke skizzieren und diese auf unserem Moodboard festhalten.
So entstanden viele unterschiedliche, kreative Ideen und jedes Moodboard wurde zu einem kleinen Kunstwerk. Diese tolle und informationsreiche Woche beendeten wir mit einem Rundgang, bei dem wir die Projekte und Werke aller Workshops anschauen konnten.
Lea-Aurora Istrefi, Team 2
Figuren aus Wachs
Am ersten Tag erklärte uns Florin Fuchs, was wir genau machen mussten und worauf wir achten sollten. Also machten wir als erstes Skizzen von unseren Ideen. Diese zeigten wir ihm und er besprach die konkrete Umsetzung der Idee mit uns. Anschliessend durften wir anfangen, den Draht zu biegen. Diesen Draht befestigten wir dann auf einem Holzbrett. Am zweiten Tag durften wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Mit der Hilfe von der Skizze und dem gebogenen Draht modellierten wir die Figur mit Wachs fertig.
Am dritten und vierten Tag machten wir das Gleiche mit dem menschlichen Kopf. Wir skizzierten, formten und modellierten uns gegenseitig von allen Seiten. Unser Ziel war es, dass man am Ende erkennen konnte, wen man modelliert hat. Das Wichtigste war, dass wir nicht ein Foto von der Person machten, sondern es ohne Foto versuchten, um die Tiefen besser sehen zu können und so die Figur realer aussehen zu lassen.